Pastoralvisitationen

„Zusammenwachsen bedeutet zusammen wachsen“ - Zwischenstand zur Pastoralvisitation

Es ist Halbzeit! - Die erste Hälfte der Seelsorgeeinheiten in unserem Dekanat wurde bereits von unserem kommissarischen Dekan Armin Noppenberger visitiert. Nachdem Baiersbronn im Oktober 2018 den Anfang machte, folgte im Mai 2019 die SE Horb und im Juli die SE Eutingen im Gäu.

Doch was ist die Pastoralvisitation überhaupt?

Alle fünf Jahre findet in den Gemeinden und Seelsorgeeinheiten unserer Diözese eine Pastoralvisitation statt. Sie soll die aktuelle pastorale Situation vor Ort umfassend in den Blick nehmen, um hoffnungsvolle Entwicklungen und neue Herausforderungen zu benennen. Ziel ist es, den Ist-Stand bewusst wahr zu nehmen, Inne zu halten und wert zu schätzen, was gewachsen ist auf dem bisherigen Weg der „Kirche am Ort“.

Die aktuelle Runde der Visitation steht in enger Verbindung mit dem diözesanen Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, weil der Abschlussbericht des Prozesses zugleich als Pastoralbericht die Grundlage für die Visitation bildet. Nachdem der vom Prozessteam erstellte Bericht den KGR-Räten und dem Dekanat vorgelegt wurde, findet ein gemeinsames Gespräch zwischen diesen Beteiligten statt. Neben Rückfragen zu Bericht gilt es nun auch Schwierigkeiten und Hindernisse zu benennen sowie evtl. Unterstützungsbedarf zu klären. Rückmeldungen an das Dekanat und an die Diözese sind hier unverzichtbar.  Ein Mitarbeiter-Gespräch zwischen dem Dekan und dem leitenden Pfarrer sowie ein gemeinsamer Gottesdienst beschließen die Visitation. Der Bericht wird zusammen mit einer Stellungnahme des Dekans an das Bischöfliche Ordinariat in Rottenburg zur Evaluation weitergeleitet.

Eine wichtige Erkenntnis bisher ist sicher, dass das Bewusstsein für die eigene Seelsorgeeinheit deutlich verstärkt wurde. Der Wunsch nach Vernetzung ist spürbar, auch wenn die Identität und Originalität jeder einzelnen Gemeinde gewahrt werden möchte. In vielen Bereichen gibt es sehr viel Bewegung, tolle Ideen und engagierte Personen. Das Neue verlangt Mut, Energie und einen langen Atem. Zusammenwachsen bedeutet „zusammen wachsen“, sich gemeinsam auf den Weg machen und das Evangelium Christi leben und in die Gesellschaft tragen. Diese Aufgabe ist nicht leicht und findet mit dem Prozess „Kirche am Ort“ auch keinen Abschluss. Gemeinde- und Kirchenentwicklung geht weiter….es bleibt spannend!

Nicole Uhde

Bitte beachten Sie auch den untenstehenden Link zur Terminübersicht Pastoralvisitationen.