Flächendeckende Präventionsfortbildungen starten!

Mit einem neuen Gesetz und vielen Ressourcen startet die Diözese ein Programm, mit dem viele tausend haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die für Kinder und Jugendliche oder erwachsene Schutzbefohlene verantwortlich sind, über sexuellen Missbrauch und Präventionsmöglichkeiten fortgebildet werden. Das neue Bischöfliche Gesetz über Fortbildungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch, das am 04. November 2019 in Kraft getreten ist, regelt die Anforderungen, Zuständigkeiten und Ressourcen genau.

Bis Ende 2023 sollen alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die direkt oder indirekt für Kinder und Jugendliche oder erwachsene Schutzbefohlene verantwortlich sind, an einer „Basis-Fortbildung“ über sexuellen Missbrauch und Prävention teilgenommen haben.

Dies geschieht in drei Formaten (6 Stunden, 3 Stunden oder 1,5 Stunden), abhängig von der Nähe zu den Schutzbefohlenen in der Arbeit oder der Höhe der Verantwortung für sie.

Hierfür stellt die Diözese 1,2 Millionen Euro für Honorare und weitere Zuschüsse bis Ende 2023 bereit.

Die Stabsstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz kann den Trägern rund 60 fachlich qualifizierte Personen für die Fortbildungsveranstaltungen vermitteln.

Nach den Basis-Fortbildungen sollen alle Mitarbeitenden im Abstand von fünf Jahren an einer Auffrischungs- oder Vertiefungsfortbildung nach eigener Wahl teilnehmen. So wird verankert, dass die Auseinandersetzung mit sexuellem Missbrauch und Präventionsmaßnahmen nachhaltig wirkt.

Informationen zu den Präventionsfortbildungen im Dekanat Freudenstadt erhalten Sie in der Dekanatsgeschäftsstelle.

 

Kirchliches Amtsblatt Rottenburg-Stuttgart 2019, Nr.12