Stellungnahme des Katholischen Dekanats Freudenstadt zur aktuellen Entscheidung des Kreistages zur Initiative „Sichere Häfe

 

Mit Bedauern nehmen wir den Beschluss des Kreistages vom 27. Mai 2020 zur Kenntnis, der mit einer Zweidrittelmehrheit den Beitritt zur Initiative „Sichere Häfen“ abgelehnt hat. Wir hätten uns eine positive Entscheidung gewünscht. Sie wäre ein Symbol gewesen. Ein starkes Symbol für gelebte christliche Nächstenliebe und dem Parteiergreifen für Menschen in Not. Wir sehen in der Initiative Sichere Häfen ein deutliches Signal der Menschlichkeit und Nächstenliebe.
Mit großer Sorge und Betroffenheit nehmen wir die Situation der Flüchtlinge in den griechischen Flüchtlingslagern zur Kenntnis und rufen alle Verantwortlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft auf, hier Verantwortung zu übernehmen und diesen Menschen in ihrer Not beizustehen. Wir sprechen uns insbesondere für die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus, um diesen ein Aufwachsen in einer sicheren Umgebung, wie es für Kinder in Deutschland selbstverständlich ist, zu ermöglichen.
Wir danken allen, die sich haupt- oder ehrenamtlich, für Flüchtlinge in unserem Dekanat, im Landkreis und darüber hinaus engagieren.
Wir rufen alle Katholiken im Landkreis Freudenstadt auf, sich tatkräftig an die Seite derer zu stellen, die sich für die Flüchtlinge engagieren.

Für das Katholische Dekanat Freudenstadt

Armin Noppenberger, komm. Dekan
Michael Zörner, Stellv. Zweiter Vors. des Dekanatsrates
Achim Wicker, Geschäftsführer