"Bei uns sind alle Menschen uneingeschränkt herzlich willkommen"

Pressemitteilung zur Dekanatsratssitzung am 25.3.2021

Pressemitteilung des Katholischen Dekanat Freudenstadt              31.3.2021

„Bei uns sind alle Menschen uneingeschränkt herzlich willkommen“

Am Donnerstag, 25. März traf sich der Dekanatsrat des Katholischen Dekanat Freudenstadt zur ersten Sitzung in diesem Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese Sitzung per Videokonferenz statt. Dieser Einladung folgten 18 der 29 stimmberechtigten und in den Rat beauftragten Mitglieder sowie einige beratenden Mitglieder und Gäste.

Unter dem Vorsitz von Dekan Anton Bock konnten die Teilnehmer Diözesanrätin Marita Walz, den ehemaligen Diözesanrat Hans Peter Teufel sowie Maren Kurz vom Katholischen Verwaltungszentrum in Horb, Christina Rehberg von der Profilstelle „Kirche und Schule", Dekanatsjugendreferentin Pia Lay und Benedikt Peter von der BDKJ-Dekanatsleitung begrüßen.

Durch die Sitzung führte Nicole Uhde, die seit Ende Februar die Aufgabe der Geschäftsführerin des Dekanates übertragen bekam.

Nach der Begrüßung der Sitzungsteilnehmer nahm Dekan Bock in seinem Geistigen Impuls das Hochfest „Verkündung des Herrn“ in den Blick. Allein das Datum des Festes 25.03. betont die Konsequenz der Menschwerdung Jesu als Sohn Gottes. Denn genau in neun Monaten feiert die Christenheit das Weihnachtsfest.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit, Ergänzung der Tagesordnung und Bestätigung des letzten Protokolls wurde Hans Peter Teufel als Diözesanrat verabschiedet. Bock würdigte seine Arbeit und die sehr gute Vertretung des Dekanats im Diözesanrat und danke ihm für sein glaubwürdiges Engagement gerade auch im Blick auf eine gerechtere Welt. Dies ermöglichte eine gute Überleitung zu Marita Walz, die sich wie bereits zuvor Hans-Peter Teufel im Ausschuss Eine Welt des Diözesanrats einbringen wird. Darüber hinaus wird sich Frau Walz im neu gegründeten Ausschuss, zur Stärkung der Frauen in der Kirche und unserer Diözese einsetzten. Die Weiterarbeit am Synodalen Weg bildet für beide weiterhin ein Schwerpunkt.

Eine schwere Aufgabe hatte Maren Kurz in dieser Videokonferenz zu erfüllen. Sie hatte die Jahresrechnung des Jugendreferats sowie des Dekanats für das Jahr 2020 sowie die Haushaltsplanung 2021/2022 vorzustellen, was in gemeinsamen Präsenzsitzungen schon schwer genug ist, aufgrund der vielen Positionen und Informationen. Sie erfüllte die Aufgabe hervorragend, informativ und organisiert, was sich nach Rückfragen zeigte. Dies galt auch für anschließenden Abstimmungen, die von Frau Maria Dettling, Verwaltungsangestellte in der Dekanatsgeschäftsstelle, gekonnt vorbereitet und durchgeführt wurden, und sich in einstimmigen Ergebnissen widerspiegelten.

Christina Rehberg von der Profilstelle „Kirche und Schule“ berichtete über den bevorstehenden Jugendkreuzweg „Wachet und betet“ in der Karwoche. Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit Horb, Steinach und Waldachtal sowie der evangelischen Johanneskirche Horb sollen die Leidensgeschichte Jesu in heutiger Zeit kennen lernen.

Im neu gebildeten Dekanatsausschuss für Pastoral- und Kirchenentwicklung wurden am 22.03 verschiedene Ziele erarbeitet, die in einer ersten Information den Dekanatsräten zur Vorlage gebracht wurden. Diese ersten Überlegungen sollen auch durch weiter Mitdenkende erweitert werden und jeweils dann die Arbeit im Dekanatsrat fruchtbar und konkret machen. Die Dekanatsräte begrüßten diese Vorgehensweise sowie die positive Ausrichtung im Blick auf den Weitergang des Synodalen Weges.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Hans-Peter Teufel, als Ansprechpartner, die Aktion Hoffnung, insbesondere die Kleidersammlung im Dekanat, in den Mittelpunkt. Die Sammlung wird am Samstag, 23. Oktober stattfindet und dafür erhalten die Kirchengemeinden im Dekanat in den nächsten Tagen Post mit der Bitte um rege Teilnahme, Rückmeldung und Nennung der Ansprechpartner.

Mit Blick auf die Pandemie wurde im pastoralen Austausch festgestellt, dass obgleich der Schwierigkeit der AHA-Regeln und der eingeschränkten Versammlungsmöglichkeiten zu Besprechungen trotzdem sehr kreative neue Wege gefunden werden konnten, die ein Miteinander, aktiv Glauben und Gebet in anderen Formen zu leben, ermöglichen. So z.B. Telefongottesdienste, Online-Gebetskreise oder eine Fotoausstellung. Diese und viele weitere Ideen bilden einen bunten Blumenstrauß an Ideen und einen wichtigen Impuls, wie neue Wege als mehr verbindend empfunden werden, wenn sich mehrere Gemeindemitglieder einbringen.

Benedikt Peter brachte mit seinem Antrag eine Stellungnahme der BDKJ Dekanatsleitung zur Positionierung „Love is no sin“ (Liebe ist keine Sünde) als Reaktion auf ihre kritische Haltung zum „Nein“ des Vatikans zur Segnung von homosexuellen Paaren. Die dadurch angeregte Diskussion war in ihrer Tiefe eine Bereicherung und zeigt wie sehr dieses Thema die Räte und ihre Gemeinden in den vergangenen Tagen miteinander ins Gespräch brachte. Die Dekanatsleitung begrüßte das Engagement der BDKJ-Dekanatsleitung in ihrem Anliegen und rief dazu auf, sich weiter dafür stark zu machen, indem sie kritisch und bedacht, gegenseitig helfend weiter voran gehen. Der Dekanatsrat indes lehnt sich an die persönliche kritische Stellungnahme der Vorsitzenden des Diözesanrates und Priesterrates zum „Nein“ aus Rom an, wie auch an die Veröffentlichung und Reaktion von Bischof Dr. Gebhard Fürst zu dieser Frage, in der er zusagte, sich dafür einzusetzen, „Eine versöhnliche Lösung zu finden“. Darüber hinaus betonte Dekan Bock, dass die Willkommenskultur nicht erst bei der Segnung von Paaren anfängt! „Bei uns ist jeder und jeder uneingeschränkt herzlich willkommen“. So formulierten es bereits im Vorfeld zwei Seelsorgeeinheiten im Dekanat, was sehr begrüßt wurde. Bock warb dafür, dieses Anliegen der Willkommenskultur für alle in den Kirchengemeinden zu üben, darüber ins Gespräch zu kommen, so dass es auch in den Kirchengemeinden ermöglicht wird, sich zu öffnen, sich zu outen und eine Vertrauensbasis zu schaffen das es jeder und jedem ermöglicht, seine IST- sein in Gemeinschaft zu leben. Aus den Reihen der Räte wurde die Anregung positiv aufgenommen und die Möglichkeit vereinbart die Stellungnahmen in den Kirchen auszulegen.

Für das Katholische Dekanat Freudenstadt

Anton Bock, Dekan und Michael Zörner, Gewählter Vorsitzender des Dekanatsrats